Wie du dein Berichtsheft bei Urlaub, Krankheit und an Feiertagen ausfüllst, ist eine der häufigsten Fragen im Ausbildungsalltag – und die Antwort ist einfacher, als die meisten denken: Diese Tage bleiben nicht leer, sie bekommen einen kurzen, sachlichen Eintrag. In diesem Artikel siehst du für jeden Fall konkrete Beispielzeilen, erfährst, wie du Fehltage kennzeichnest, und welche Formulierungen beim Gegenlesen sauber wirken. Wenn du die restlichen Wochen zusätzlich schnell fertig bekommen willst, nimmt dir der KI-Generator das Formulieren ab.
Warum Fehltage überhaupt ins Berichtsheft gehören
Dein Berichtsheft – offiziell Ausbildungsnachweis – dokumentiert deine gesamte Ausbildungszeit, nicht nur die produktiven Tage. Eine leere Zeile wirft beim Gegenlesen immer dieselbe Frage auf: Hat der Azubi den Tag vergessen einzutragen, oder war er gar nicht da? Genau diese Unklarheit vermeidest du mit einem Eintrag von drei Wörtern.
Die Logik dahinter: Der Ausbildungsnachweis soll lückenlos zeigen, wie die Ausbildungszeit verlaufen ist. Wie ausführlich das im Einzelfall verlangt wird, legt deine zuständige Kammer fest – die Vorgaben von IHK und Handwerkskammer unterscheiden sich in Details, und die Formulare ebenfalls. Allgemeine Informationen zur dualen Ausbildung findest du beim BIBB. Als Faustregel gilt aber überall: Kein Tag der Ausbildungswoche bleibt unerklärt.
Berichtsheft bei Urlaub, Krankheit und Feiertagen – die Einträge im Überblick
Für jeden Fehltag-Typ reicht ein kurzer Standardeintrag. Ausformulieren musst du hier nichts – im Gegenteil, knappe Einträge sind hier genau richtig.
| Fall | Beispieleintrag |
|---|---|
| Urlaub | „Urlaub” oder „Urlaubstag laut Urlaubsplan” |
| Krankheit | „Krank” oder „Arbeitsunfähig, Bescheinigung vorgelegt” |
| Gesetzlicher Feiertag | „Feiertag (Tag der Deutschen Einheit)” |
| Betriebsferien / Betriebsruhe | „Betriebsruhe” |
| Berufsschule | Lernfeld bzw. Unterrichtsthema, nicht „Schule” |
| Unbezahlt frei / Sonderurlaub | „Freistellung” bzw. „Sonderurlaub” |
Zwei Dinge machen den Unterschied zwischen einem sauberen und einem schlampigen Fehltag-Eintrag:
- Die Stundenspalte. Hat dein Formular eine Spalte für Stunden, trag an Fehltagen entweder 0 oder gar nichts ein – aber mach es im ganzen Heft einheitlich. Uneinheitliche Stundenangaben fallen beim Kontrollieren sofort auf.
- Der ganze Zeitraum. Warst du eine Woche im Urlaub, gehört der Eintrag in jede betroffene Tageszeile, nicht nur einmal quer über die Seite geschrieben. Bei Wochenformularen genügt eine Zeile wie „Mo–Fr: Urlaub”.
Urlaub im Berichtsheft eintragen
Beim Urlaub ist die Sache am unkompliziertesten: Datum, das Wort „Urlaub”, fertig. Du musst weder begründen, wo du warst, noch etwas nachholen – Urlaub ist bezahlte Freistellung und ein völlig normaler Teil deiner Ausbildung.
Schwach: (Zeile bleibt leer)
Gut: „Urlaub (genehmigt laut Urlaubsantrag vom 12.06.)”
Auch gut: „Mo–Fr: Urlaub”
Fällt in deine Urlaubswoche ein Berufsschultag, klär vorher mit deinem Betrieb, ob du befreit bist – das ist keine Berichtsheft-Frage, sondern eine Organisationsfrage. Wie viele Urlaubstage dir zustehen und was bei Krankheit im Urlaub gilt, liest du in unserem Artikel zum Urlaub in der Ausbildung.
Krankheit im Berichtsheft eintragen
Auch hier gilt: kurz und sachlich. „Krank” reicht völlig aus. Was ausdrücklich nicht ins Berichtsheft gehört, ist deine Diagnose. Dein Berichtsheft ist ein Ausbildungsdokument, kein Krankenblatt – die Krankmeldung selbst läuft über die Bescheinigung an Betrieb und Krankenkasse, nicht über deinen Ausbildungsnachweis.
Schwach: „War zuhause, ging mir nicht gut, Magen-Darm”
Gut: „Krank – Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorgelegt”
Auch gut: „Mo–Mi: krankheitsbedingt abwesend”
Bei längeren Ausfällen von mehreren Wochen ist es sinnvoll, den Zeitraum am Stück zu kennzeichnen und beim nächsten Gegenzeichnen kurz zu erwähnen – dann weiß dein Ausbilder, warum ein größerer Block ohne Tätigkeiten dasteht. Was du sonst rund um eine Krankmeldung beachten solltest, findest du im Artikel krank in der Ausbildung.
Feiertage und Betriebsruhe eintragen
Gesetzliche Feiertage sind je nach Bundesland unterschiedlich – schreib deshalb am besten den Namen dazu. Das macht die Zeile selbsterklärend, gerade wenn dein Prüfungsausschuss aus einem anderen Bundesland kommt.
Schwach: „frei”
Gut: „Feiertag (Fronleichnam)”
Bei Betriebsferien: „Betriebsruhe laut Aushang”
Brückentage, die dein Betrieb als Urlaub verrechnet, trägst du ganz normal als Urlaub ein. Ein Tag, an dem du wegen einer betrieblichen Veranstaltung nicht am Arbeitsplatz warst – Messe, Schulung, Betriebsversammlung –, ist übrigens kein Fehltag: Das ist Ausbildungszeit und gehört mit Inhalt ins Heft.
Häufige Fehler bei Fehlzeiten im Berichtsheft
- Die Zeile leer lassen. Der häufigste Fehler und der, der beim Gegenlesen am meisten Rückfragen produziert. Drei Wörter reichen.
- Tätigkeiten erfinden, um die Lücke zu füllen. Ein ausgedachter Arbeitstag an einem Tag, an dem du krankgemeldet warst, ist im Zweifel schlimmer als jede Lücke – und lässt sich über die Fehlzeitenliste des Betriebs leicht überprüfen.
- Die Diagnose reinschreiben. Gehört nicht in ein Ausbildungsdokument.
- Urlaubswochen nachträglich mit Arbeit „aufhübschen”. Auch wenn die Woche dadurch voller aussieht: Der Betrieb hat den Urlaub dokumentiert.
- Stunden uneinheitlich handhaben. Mal 0, mal 8, mal leer – entscheide dich einmal und bleib dabei.
- Fehltage erst am Jahresende nachtragen. Dann fehlen dir genau die Daten, die du brauchst. Wie du größere Lücken systematisch schließt, zeigt unsere Anleitung zum Berichtsheft nachträglich ausfüllen.
So sieht eine Woche mit Fehltagen komplett aus
Ein realistisches Beispiel aus einer Ausbildungswoche mit zwei Fehltagen:
- Montag: Wartung der Hydraulikpresse begleitet, Filterwechsel selbstständig durchgeführt, Prüfprotokoll ausgefüllt (8 h)
- Dienstag: Berufsschule – Lernfeld 4: Instandhaltung technischer Systeme (8 h)
- Mittwoch: Krank (0 h)
- Donnerstag: Krank (0 h)
- Freitag: Feiertag (Christi Himmelfahrt) (0 h)
Die Woche ist damit vollständig dokumentiert, obwohl nur zwei Tage Arbeitsinhalte enthalten. Genau so soll es aussehen. Wie ausformulierte Einträge in deinem Beruf konkret aussehen, siehst du in den ausgefüllten Muster-Berichtsheften; für längere Ausarbeitungen findest du Vorlagen auf unserer Fachberichte-Seite.
Den Rest der Woche in Minuten fertig machen
Fehltage sind schnell eingetragen – Zeit kostet der Rest. Wenn du weißt, was du gemacht hast, aber keine Lust auf das Ausformulieren hast, gib Beruf und Tätigkeiten in den KI-Generator von Berichtsheftig ein und erhalte einen fertigen Bericht als PDF. Die Fehltage trägst du in derselben Sitzung von Hand nach, und die Woche ist geschlossen.
Häufige Fragen zum Berichtsheft bei Urlaub und Krankheit
Muss ich Urlaub und Krankheit überhaupt ins Berichtsheft eintragen?
Üblich ist es, ja – der Ausbildungsnachweis soll die Ausbildungszeit lückenlos abbilden, und eine leere Zeile lässt offen, ob der Tag nur vergessen wurde. Ein kurzer Vermerk wie „Urlaub” oder „krank” genügt. Die genauen Anforderungen legt deine zuständige Kammer fest.
Was schreibe ich bei Krankheit ins Berichtsheft?
Nur den Status, nicht den Grund: „Krank” oder „Arbeitsunfähig, Bescheinigung vorgelegt”. Deine Diagnose gehört nicht in ein Ausbildungsdokument, sondern ausschließlich in die Krankmeldung an Betrieb und Krankenkasse.
Wie trage ich einen Feiertag ein?
Am besten mit Namen, weil Feiertage je nach Bundesland unterschiedlich sind: „Feiertag (Fronleichnam)”. Bei Betriebsferien schreibst du „Betriebsruhe”.
Wie viele Stunden trage ich an einem Fehltag ein?
Entweder 0 oder gar nichts – wichtig ist nur, dass du es im gesamten Berichtsheft einheitlich handhabst. Uneinheitliche Stundenangaben fallen beim Kontrollieren am schnellsten auf.
Muss ich Fehltage nacharbeiten oder Inhalte nachtragen?
Nein. Ein Urlaubs-, Krankheits- oder Feiertag ist ein dokumentierter Fehltag und keine Lücke, die inhaltlich gefüllt werden müsste. Erfundene Tätigkeiten an solchen Tagen sind der deutlich größere Fehler.
Zählen Berufsschultage als Fehltage im Betrieb?
Nein, Berufsschule ist Ausbildungszeit. Dort trägst du das Unterrichtsthema oder Lernfeld ein, nicht einfach nur „Schule”.
Zum Schluss
Urlaub, Krankheit und Feiertage sind im Berichtsheft in zehn Sekunden erledigt – wenn du weißt, was hingehört: kurzer, sachlicher Vermerk, einheitliche Stundenangabe, keine erfundenen Tätigkeiten. Speicher dir diesen Artikel als Lesezeichen für die nächste Urlaubs- oder Krankheitswoche, und wenn du die Arbeitstage drumherum schneller fertig bekommen willst, probier Berichtsheft mit KI erstellen aus.
